Boah, Modewort.

Oder: schicke Sache, das!

Hinter diesem etwas aufgeblähten Begriff versteckt sich nichts anderes als zentrale Datenspeicherung im Internet. Viele Leute kennen die Fotodienste wie Picasa oder Flickr, die haben den Anfang in Sachen Cloud gemacht. Später kam Google Docs hinzu, das ist sowas wie OpenOffice (das andere mag ich nicht erwähnen), das jedoch nicht auf dem Computer installiert wird, sondern als Flash-Anwendung im Browser ausgeführt wird. Damit lassen sich die bereits vorhandenen Dateien im Excel-/Word-Standardformat (Mist, jetzt habe ich es doch erwähnt) nach dem Hochladen einerseits verwalten, andererseits aber auch bearbeiten. Ein anderes Beispiel ist pixlr, eine online-Bildbearbeitung mit eigenem Bilderdienst a la Twitpic.

Das Schöne daran: ich kann diese Daten von jedem Computer mit Internetanschluß nutzen (ok, Flash-Anwendungen sind Besitzern von Apple-Produkten "leider" vorenthalten, selber Schuld), sie mit immer derselben Oberfläche bearbeiten und brauche mich um Sicherheitskopien nicht zu kümmern, darum sorgt sich der Anbieter des fast immer kostenlosen Dienstes.

Ich selber nutze nach und nach immer mehr derartige Dienste, die Verschiebung hin zu Onlinediensten geht fast automatisch vonstatten.

Einschub: mein Telefon ist natürlich kein normales Telefon mehr, sowas hat ja heute eh kaum jemand mehr. Es ist ein Smartphone, ein Google Nexus One, schon über ein Jahr alt, aber rüstig und selbst für mich noch immer alternativlos. Das ist selten für ein derart "altes" Gerät. Es läuft unter dem mittlerweile wohl bekannten und zahlenmäßig Apple's iPhone bereits überholten Betriebssystem Android, und zwar dank hervorragender Betreuung seitens Google seit einigen Tagen mit der aktuellsten Version für Mobiltelefone 2.3 "Gingerbread".

Das Cloud Computing macht nun am meisten Spaß und Sinn, wenn man es auf allen seinen Geräten nutzen kann. Das ist bei mir derzeit nur der PC (Betriebssystem Ubuntu Linux) und das Smartphone, in Kürze wird sich noch das Adam Tablet hinzugesellen, ebenfalls mit Android. Picasa z.B. ist fest in Android verankert (beides Google-Produkte), so daß ich mit nur einem Finger"klick" ein Foto in meiner Telefon-Bildergalerie in Picasa veröffentlichen kann. Umgekehrt werden – je nach Einstellung – die Fotos aus Picasa automatisch mit meiner Fotogalerie auf dem Telefon synchronisiert. Praktisch.

Schon seit ein paar Jahren gibt es IMAP-Emailserver, bei denen man seine Emails nicht "abholt" und auf dem Server löscht, sondern nur Verlinkungen zu den Emails herunterlädt und den Inhalt online (wie gewohnt im Emailprogramm) liest. Meistens werden 25, 50 oder 100 der aktuellsten Nachrichten auf den Computer kopiert, um auch offline damit arbeiten zu können. So kann ich mit jedem Gerät auf diese Emails zugreifen, von überall. Zusätzlich sind sie meistens auch noch per Browser zu erreichen, bestes Beispiel ist mal wieder Google mit Googlemail. Nutze ich ;-)

Eine letzte Sache, mit der ich regelmässig arbeite, ist catch.com, ein Notizbuch als Cloud-Anwendung. Ich schreibe mal auf dem Handy per entsprechender "App" (also einem Programm, einer Applikation) meine z.B. Einkaufsnotizen oder meine To-Do-Listen für meine beiden Kneipen, ich kann sie aber auch per Browser online bearbeiten oder erstellen. Alles wird automatisch miteinander synchronisiert, so daß immer auf allen Geräten die aktuellste Version vorhanden ist (Internetverbindung immer vorausgesetzt, klar, ohne funktioniert die Cloud nicht). Das ganze ließe sich weiterspinnen dergestalt, daß meine Auftraggeber Zugriff auf meine Notizen erhalten und selber dort schreiben können, was mich dann wieder automatisch erreichen würde.

Ich finde das alles enorm praktisch. Cloud Computing macht vor allem auch immer mehr Spaß, weil es immer tiefer vor allem in die mobilen Betriebssysteme integriert wird.