Mein Job bringt es mit sich, daß ich manchmal auch nachts arbeiten muß, nämlich wenn Arbeiten anstehen, die tagsüber bei Gastbetrieb nicht möglich sind. Und so startete mein Arbeitstag gestern Abend um 9, die Wände der Küche sollten mit Edelstahlblechen vergekleidet werden, wozu jede Menge Geräte in dem winzigen Raum verrückt werden mußten. Dank Hilfestellung durch einen netten Kollegen ging das ganze einigermaßen flott von der Hand: einer hielt die vorgefertigten Bleche an, der andere markierte durch die bereits vorhandenen Befestigungsbohrungen die Bohrlöcher in der Wand. Diverse Bleche waren falsch bemaßt, d.h. derjenige, der zuvor die Küche ausgemessen hatte, hat falsch bestellt. Ich war's nicht ;-)

An einer Wand verlaufen Abwasserleitungen für die Spülbecken und zwei dubiose Zuläufe, die offenbar vom Nachbarn kommen, so genau ist das nicht feststellbar. Diese Rohre waren schon länger hier und da undicht oder aus einem 1m hohen und oben offenem Steigrohr lief dubioserweise manchmal Wasser aus…. Eine Überholung war also fällig, die neuen Rohre und Bögen waren bereits vor längerer Zeit geliefert worden, die alten Rohre schnell entfernt, aber natürlich wieder unter Ausösung des Ekelarams. Das Rohr vom Nachbarn war etwa 1m nach Eintritt in unsere Küche mit Styoropor verstopft, dahinter staute sich eine Menge stinkender Flüssigkeit, die die Herkunft nicht verleugnen konnte: offenbar befindet sich nebenan ein Pissoir…

Auch die Rohre waren schnell verlegt, die zusätzlich zu bohrenden Löcher im Edelstahlblech für die Rohrschellen kosteten diverse Bohrer das Leben, denn Edelstahl ist extrem zäh.

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