Geht denn das?

Jau, das geht. Und gar nicht mal so schlecht. Radwege sind noch relativ selten, auch wenn unser Boris (Bürgermeister Boris Johnson) London bis 2012 oder so zur fahrradfreundlichsten Stadt Europas (der Welt? :-D ) ausbauen will. Okay, er sollte vielleicht mal irgendwo in den Niederlanden oder auch mal in Münster vorbeischauen, um sich Anregungen zu holen.

Aber zurück zur Realität: neben den Fahrrad-Highways, von denen es entlang der Haupt-Einfallstraßen mittlerweile ein paar gibt (nun ja, dank Barclays-Sponsoring blau angemalte Radwege) findet man nur sporadisch dedizierte (wow!) Fahrradwege. Fahrräder sind hier aber offenbar nicht Autos mehr oder weniger gleichgestellt wie in Deutschland, sie rangieren offensichtlich mehr in einer Grauzone zwischen Auto und Fußgänger, sind auch auf Fußwegen mehr oder weniger geduldet. Die lächerliche Regelung aus Berlin, daß ein Radweg mindestens 1.25 oder so breit sein muß, um Radweg heißen zu dürfen, gibt’s hier ganz und gar nicht, gern ist ein kombinierter Rad-/Fußweg auch nur mal einen halben Meter breit oder endet abrupt am zugunsten einer breiter werdenden Straße an einem Gitter. Immerhin sind viele Fahrradrouten sehr gut ausgeschildert, meist mit Angabe von “Fernzielen” wie der Nachbarbezirk oder “The City” und Wahlmöglichkeit zwischen “Quick Route” (entlang von Hauptstraßen) oder “Quiet Route” (kreuz und quer und im Zickzack über Nebenstraßen). Mehr >